PROFESSUR FÜR ARCHITEKTUR
UND STÄDTEBAU —

PROF. KEES CHRISTIAANSE

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LEHRE


ENTWURF FS15 SCHAFFHAUSEN


Herblingertal, Schaffhausen

Herblingertal – Schaffhausen weiterbauen

Im Rahmen des Entwurfsstudios werden wir in Gruppen von vier bis sechs Studierenden städtebauliche Entwürfe für das Fulach- und Herblingertal entwickeln. Dabei werden sowohl übergeordnete regionale Zusammenhänge als auch die konkrete Situation der relevanten Akteure vor Ort in die Betrachtung mit einbezogen. Welche Potentiale stecken in diesen Räumen? Gibt es Alternativen zur gegenwärtigen Entwicklung? Welche Rolle kann das Tal in Zukunft für die räumliche Entwicklung der Stadt Schaffhausen spielen? Und wie kann die bereits gebaute und gelebte Umwelt angesichts ungewisser Zukünfte sinnvoll transformiert werden?

 

Städtebaulich strategisches Handeln im Raum setzt das Wissen über räumliche, sozio-ökonomische, planerische, technologische und historische Zusammenhänge voraus. Es gilt, die Potentiale der Situation zu erkennen und daraus nachhaltige Entwürfe zu erarbeiten, die als potente Visionen einen konkreten Beitrag und Denkanstoss für das weitere Vorgehen und die Planung vor Ort leisten können. Das städtebauliche Entwurfsstudio findet in enger Zusammenarbeit und Koordination mit dem Stadtplanungsamt Schaffhausen statt. Die Entwürfe werden im Rahmen der Zwischenkritiken kontinuierlich mit Vertretern von Stadt und Kanton sowie eingeladenen Architekten und Planern diskutiert.

 

Der Kanton Schaffhausen zählt knapp 80‘000 Einwohner. Fast die Hälfte davon leben in der Stadt Schaffhausen. Die Agglomeration Schaffhausen ist Teil der Metropolitanregion Zürich und verkehrstechnisch sowohl regional als auch überregional gut erschlossen. Zu ihr gehören auch das nördliche Zürcher Weinland, der Bezirk Diessenhofen im Kanton Thurgau und die deutsche Stadt Büsingen.

 

Das Herblingertal

Mit dem enormen Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Schaffhausen zu einem wichtigen Standort der Schwerindustrie. Nachdem in den 1980er Jahren viele dieser Betriebe schliessen mussten, gelang es, durch eine liberale Steuerpolitik und gezielte Standortförderung international tätige Firmen neu anzusiedeln. Heute arbeiten über 70% der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor. Die Stadt liegt direkt am Rhein und verfügt über eine anspruchsvolle Topographie: Hang- und Tallagen haben zu einer starken Segmentierung der Nutzungen geführt.

 

Aufgrund des hohen Baulandbedarfs in den 1960er und 1970er Jahren wurde deshalb beispielsweise das Herblingertal neu als Industriegebiet erschlossen. Zur gleichen Zeit wurde im vorderen Teil des Tals (Fulachtal) nördlich der Altstadt auch ein Rangierbahnhof in Betrieb genommen. Diese Gebiete verfügen auch heute noch über bedeutende Baulandreserven.

 

Organisatorisches

• Maximal 24 Studierende

• Gruppenarbeit, Studio im ONA, E25

• Unterrichtssprache: deutsch und englisch

• ECTS Kreditpunkte:  13 + 3 (P) 

• Zusammenarbeit mit der Stadt Schaffhausen

• Semestertermine:

   Einführung: Di, 17.02.2015, 10:00 Uhr, ONA G27  

   Zwischenkritiken: 10.03.15 / 15.04.15 / 05.05.15

   Schlusskritik: Mittwoch, 27.05.2015

 

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Michael Wagner