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CITY AS LOFT
Prof. Kees Christiaanse | Ass. Dr. Martina Baum |donnerstags, 16.00-19.00, HIL H 40.4 Plaza | Einführungsveranstaltung: 23. September

Leonardo Benevolo definiert den Übergang vom Dorf zur Stadt mit dem Moment, in dem Menschen spezifische Berufe ausüben – mit anderen Worten, wenn komplexe Netzwerke entstehen. Analog könnten wir jetzt, tausende Jahre später, unsere Idee von Urbanität definieren als den Moment, in dem sich neue oder unerwartete Netzwerke aus der Kombination von alten entwickeln. Ehemalige Industrie-, Hafen- und Bahnflächen gehören zu den Standorten, wo derartige neue Netzwerke entstehen.
Der Begriff des Lofts versucht die dort entstandenen Qualitäten zusammenzufassen. Er wird in diesem Sinne verwendet für aneignungsfähige, flexible und zugleich kraftvolle architektonische Räume, als Lebens- und Arbeitsräume. Die Qualitäten des Lofts können über das einzelne Gebäude in den städtebaulichen Kontext exportieren werden. Der grosszügige, dynamische und funktional differenzierte Charakter des Lofts kann so auch in der Stadtstruktur wirksam werden. Der Begriff Loft geht für uns somit weit über seinen gebräuchlichen Bedeutungsgehalt hinaus und soll in diesem Sinne irritieren und zum Nachdenken anregen.
Im Rahmen des Wahlfachs arbeiten wir mit dem Begriff des Lofts und erkunden weltweit um- oder zwischengenutzte Areale auf ihre urbanen Qualitäten hin.
Für die erfolgreiche Teilnahme am Seminar wird ein Wahlfachtestat (2 Kreditpunkte) vergeben. Die Anwesenheit während aller Veranstaltungen ist für die erfolgreiche Teilnahme Voraussetzung.
max. 25 Teilnehmer
Koordination: Dr. Martina Baum